Wir haben sehr viel Mitgefühl erfahren dürfen. Doch der grösste Trost ist für uns dass wir unseren Marc wieder sehen dürfen. Wenn es uns sehr schlecht geht und wir wieder in einem tiefen Loch sind, meldet sich irgendjemand der mit Marc befreundet war. Aus diesem Schicksal haben wir ganz andere Gesichtspunkte für unser Leben gewonnen. Freunde die waren sind nicht mehr da, auf der anderen Seite haben wir nun Menschen um uns die uns so nehmen wie wir nun halt geworden sind.

Wir lachen wenn es uns gut geht und weinen wenn wir daran denken, wie es sein könnte ohne diesen Unfall. Dieser Tag hat uns und unsere Art zu leben völlig anders werden lassen. Das Leben wird nie mehr so schön wie vor dem 21.10.2003 aber in unserem Leben können wir nie mehr trauriger werden wie wir es jetzt sind.

Toleranz und das Nachfragen wieso jemand das tut und ihn hat so werden lassen ist für uns wichtiger als das Ergebnis das unten aufgeschrieben als Summe steht.

Wir versuchen mit Würde das Leben zu meistern und lassen uns schon wegen Marc nicht hängen. Er konnte Gleichgültigkeit und Ignoranz nie leiden.

Und aus Liebe zu ihm wollen und müssen wir weiterleben.

Auch das Verlorene ist noch Wirklichkeit. Aber in unserem Fühlen und Denken kann der Mensch jede Wirklichkeit verändern, gestalten und verwandeln. Die Wirklichkeit ist unsere eigenständige, widersprüchliche Wirklichkeit - und auf alle Fragen an unser Menschenleben erhalten wir gleichnishafte Antworten.

Sein Garten am 3. Todestag

 

Ein Vogel hat eine Feder verloren. Einem Menschen ist etwas Wertvolles genommen. Dein Schmerz bricht in meine Ruhe, und meine Angst mag Dein Hoffen zerstören. Dies alles sind Wirklichkeiten. In der Wandlung der Zeit lernen wir die Endlichkeit kennen. Jeder Verlust sollte das Herz warm werden lassen für die Tage, die wir noch mit anderen " TEILEN " dürfen.